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Hoppe für Priorisierung statt Rationierung

Berlin, 19.11.2009

Gesundheitsleistungen stünden künftig nicht unbegrenzt zur Verfügung. "Dafür ist kein Geld im System", erklärte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe in einem Vortrag in Lemgo, von dem die Lippische Landes-Zeitung berichtet (18.11.2009). Aber statt immer mehr zu rationieren, sollte in der Versorgung eine Priorisierung erfolgen, meinte der Ärztepräsident. Darunter sei zu verstehen, "dass es eine Abstufung von medizinischen Leistungen geben sollte". Bestimmte Patientengruppen, wie beispielsweise Herzkranke, oder notwendige medizinische Behandlungen hätten demnach Vorrang vor anderen Therapien.

"Die Mittel sind knapp. Sie würden so entsprechend der Dringlichkeit eingesetzt werden“, sagte Hoppe. Wichtig sei, dass dieses Verfahren für die Patienten transparent bleibe. Außerdem müsse der Arzt auch einen Spielraum behalten und Therapien auch dann verschreiben dürfen, wenn sie eigentlich nur für die als dringlich eingestuften Fälle vorgesehen seien.

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