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Hoppe: „Das ist ein Aufruf zur Selbsttötung“

Berlin, 02.07.2008

„Herrn Kusch geht es offenbar darum, sich selbst in Szene zu setzen. Es ist zynisch und abstoßend, dass er eine alte Frau für seine Zwecke missbraucht hat“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ (02.07.2008) zu der vom früheren Hamburger Justizsenator Roger Kusch geleisteten Sterbehilfe für eine 79-jährige Frau in Würzburg. „Herr Kusch hat mit seiner Tat eine wirklich verheerende Botschaft gesendet: Er legitimiert die Behauptung, dass das Leben in einem Heim nicht lebenswert ist.“ Damit lege er allen Menschen, die sich in einer vergleichbaren Situation wie die 79-Jährige befinden, nahe, sich ähnlich zu verhalten wie sie. So werde Suizid zum Königsweg verklärt, kritisierte Hoppe. „Das ist ein Aufruf zur Selbsttötung“.  

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