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Bürokratieabbau im Gesundheitswesen

Ärztekammer Saarland: Problemlösung statt Polemik

Saarbrücken, 01.02.2010

In der Diskussion um Bürokratieabbau im Gesundheitswesen fordert der Präsident der Ärztekammer des Saarlandes, Dr. Josef Mischo, mehr Sachlichkeit und Seriosität ein. „Wenn Kassenfunktionäre, wie der Chef der hiesigen AOK, den Krankenhausärztinnen und Krankenhausärzten unterstellt, dass sie eher nicht zum Wohle der Patienten handelten, so ist das unsachliche Polemik und eine Diskreditierung engagierter ärztlicher Bemühungen“, kommentiert Dr. Mischo einen Bericht der SaarbrückerZeitung vom 30.01.2010.

„Zu prüfen wäre vielmehr, ob sogenannte Fehlabrechnungen nicht eher auf ein zu komplexes Abrechnungs- und Dokumentationssystem zurückzuführen sind. Das täglich demonstrierte Vertrauen von Patienten zu ihren Haus- und Fachärzten in Klinik und Praxis spricht jedenfalls sehr wohl für ein patientenorientiertes Verhalten der Ärzteschaft“, unterstrich der Kammerpräsident.

In dem Artikel hat Bruno Krüger, Vorstand der AOK Saarland, behauptet, die Selbstverständlichkeit, mit der Ärzte nach Ansicht des neuen Bundesgesundheitsministers zum Wohl der Patienten handelten, habe er bislang nicht erkennen können.

Die Ärzteschaft, so Dr. Mischo, unterstütze nachdrücklich jede Initiative, überbordende Bürokratie in Krankenhäuser und Praxen abzubauen. „Weniger Bürokratie und bessere Qualität der Patientenversorgung, wie es Minister Rössler fordert, müsste eigentlich das Ziel aller Beteiligten im Gesundheitswesen sein“.

www.aerztekammer-saarland.de

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